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Irena Sendler

Im Mai 2008, im Alter von 98 Jahren, starb eine Frau namens Irena Sendler, 15.02.1910—12.05.2008 (Polnisch Erena Sendlerowa). Im Jahr 2011 war ihr 100 Jähriges Jubiläum.

Sendler

Irena Sendler (Irena Krzyzanowska) ist in Otwock am 15. Februar 1910 geboren. Die Stadt gehörte zu Russland, später zu Polen. Ihr Vater war Chefarzt in Otwock. Irena erinnerte sich an die Abschiedsworte des Vaters, die er kurz vor seinem Tod gesagt hat: "Wenn du jemand ertrinken siehst, wirf dich ins Wasser um zu retten, auch wenn du nicht schwimmen kannst". Ihr Vater starb an Typhus im Jahre 1917, den Virus bekam er von einem Patienten, den seine Kollegen gemieden haben.
Sie wuchs sie in einem Haus auf, das offen für alle Patienten war, auch für Juden, obwohl sie in Polen in den 1930 Jahren unterdrückt waren. In den Hörsälen der Universität Warschau, wo sie studierte gab es spezielle Bank für jüdische Studenten. Aus Protest gegen diese Regelung hörte Irena und ihre Freunde die Vorlesungen im Stehen oder saßen bewusst auf den Bänken für jüdische Studenten, wie wohl sie auf den "arischen" Bänken sitzen durfte. (www.eleven.co.il/article/15411).


Als sie ihre jüdische Freundin verloren hat, strich sie ihre Vorteile im Studentenausweis durch. Dafür war sie von der Schule für drei Jahre ausgewiesen.
So war Irena Sendler in dem Moment, als die Deutschen Polen überfielen.
Während des Zweiten Weltkriegs erhielt sie die Erlaubnis im Warschauer Ghetto als eine Sanitätsschwester zu arbeiten. Sie hatte aber ihre Ziele. Als Deutsche wusste sie über die Pläne der Nazis an den Juden bescheid.

Sendler

An der Unterseite der Tasche für die Werkzeuge begann sie Kinder aus dem Ghetto rauszutragen, und auf der Rückseite des LKWs hatte sie einen Sack für ältere Kinder. Außerdem hatte sie einen Hund, dem sie das Bellen anlernte, wenn sie durch die Tore des Ghettos der deutschen Wache mit dem Auto raus gefahren ist. Die Soldaten wollten natürlich nichts mit dem Hund zu tun haben, und das Bellen hat die Geräusche der Kinder übertönt.
Während dieser Tätigkeit hat Irene aus dem Ghetto 2500 Kinder geschmuggelt. Irena hat die Namen all ihrer Kinder aufgeschrieben und in einem Glas unter einem Baum in ihrem Hinterhof in der Erde versteckt. Nach dem Krieg versuchte sie alle überlebenden Eltern zu finden und die Familien wieder zu vereinen. Aber die meisten starben in den Gaskammern. Kinder wurden dann in Waisenhäusern, Klöstern oder von Privatpersonen mit falschen Dokumenten aufgenommen.


Im Jahre 1943 wurde sie durch ein anonymes Schreiben verhaftet. Sie wurde zu einer Haftstrafe und zum Foltern verurteilt (sie wurde hart geschlagen und ihre beide Beine und beide Arme wurden gebrochen). Doch sie wurde gerettet. Die Wachleute, die sie an den Ort der Hinrichtung geführt hatten, haben sie freigelassen. In offiziellen Dokumenten galt sie als hingerichtet.
Bis zum Ende des Krieges lebte sie versteckt und half weiterhin den jüdischen Kindern. Die polnische Regierung erlaubte Irena Sendler nicht, auf die Einladung aus Israel, das Land zu verlassen. Sie konnte Israel erst nach dem Sturz des kommunistischen Regimes besuchen. Die letzten Jahre ihres Lebens lebte Irena Sendler in einer Ein-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt von Warschau. Im Jahr 2007 wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert, wurde jedoch mit diesem nicht ausgezeichnet. Al Gore hat den Preis für die Dia-Show über die globale Erwärmung der Erde bekommen...
Irena wollte niemals, dass sie als Heldin bezeichnet wird. Sie sagte: "Ich fühle mich bis heute schuldig, dass ich nicht mehr gemacht habe". Außerdem fühlte sie sich als schlechte Tochter, denn sie riskierte das Leben ihrer betagten Mutter, schlechte Frau und Mutter.


Auszüge aus dem Berichten von El Yarower


Schauen Sie diese Frau an – und vergessen sie nie!

Was macht die Leute glücklich im Alter und oft im hohen Alter? Die Gesichter sind trotz Falten und Altersflecken sehr schön. Dieser glückliche Ausdruck strahlt von innen. In Lukas 11, 34 lesen wir: "Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird er so hell sein, wie wenn die Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet".
Oft sehen aber die Leute im Alter unfreundlich und grimmig aus. Sie sind gar nicht schön. Unzufriedenheit und Nichtvergebung verfinstern den Blick. Wie schön, wenn jemand sein Leben so lebt, dass er im Alter Glück ausstrahlen kann.

Waldemar Illg