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Das Gebot zur Vertreibung der Kanaaniter
Entstanden nach der Bibelstunde zum Thema RICHTER, Kapitel 1-2

Gott hat den Israeliten das Gelobte Land verheißen. Vorher mussten sie aber alle Kanaaniter aus dem verheißenen Land vertreiben und sollten keinen Bund mit den Bewohnern des Landes schließen (Exodus 23:27-33, Josua 24, Richter 2,1). Das war das Gebot, das Gott den Israeliten durch Mose und Josua gegeben hatte.

Das hat auch uns heute etwas zu sagen: Um ein vollen Frieden mit Gott zu haben, müssen alle "Kanaaniter" aus unserem Herzen vertrieben werden. Wer sind aber "unsere Kanaaniter" und wie sollen wir sie bekämpfen?

Die "Kanaaniter" symbolisieren unsere sündigen Eigenschaften und Gewohnheiten, Verdorbenheit, die Lüste und den Trieb zum Bösen. Was Josua nicht tun konnte, wird unser Herr Jesus vollständig ausführen. Gibt es Sünden in meinem Leben, die immer wieder neu aufleben? Wie gehe ich z.B. mit Beleidigungen, Neid, Geiz, falsche Demut, Überempfindlichkeit, Selbstliebe und anderem um? Hier sind ein paar Schritte aufgeführt, die zur Bekämpfung der "Kanaaniter" in unseren Herzen notwendig sind:

Erkennen

Durch das Lesen des Wortes Gottes, Beten und Selbstprüfung werden wir im Lichte Gottes alles sehen, was Gott nicht gefällt. Es ist ratsam, mit unseren Freunden und Geschwister im Herrn gemeinsam zu beten und miteinander zu reden, um zu erkennen, was in mir ist, das Gott nicht gefällig ist. Trage ich in mir eine Beleidigung, bin ich traurig, weil ich zu wenig Anerkennung bekomme, bin ich zu faul um zu beten und Kranke zu besuchen und weiteres mehr? Das muss man aber zuerst erkennen, d.h. einsehen, realisieren, nachdenken und göttliche Traurigkeit und Reue darüber haben.

Vergeben

Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn: "Herr, wenn mein Bruder oder meine Schwester an mir schuldig wird, wie oft muss ich ihnen verzeihen? Siebenmal?" Jesus antwortete: "Nein, nicht siebenmal, sondern siebzig mal siebenmal!" Mt. 18,21-22 Wie kann ich vergeben, wenn ich innerlich dazu noch nicht in der Lage bin? Manchmal fehlt es uns sehr schwer und als einziges Hilfsmittel bleibt uns oft nur das Gebet und Vertrauen auf Gott. "Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis." 1. Johannes 2,9

Die Vorteile der Kanaaniter

Manche verurteilte Völker waren fronpflichtig gegenüber den Israeliten in Form von Steuern. Das hat die Israeliten zu der gewissen Bequemlichkeit geführt, weil sie davon profitiert haben. Also, sie hatten nicht alle Völker vertrieben, obwohl Gott den klaren Befehl dazu gegeben hatte. So wurden diese Völker später für die Israeliten zum Fallstrick und Verhängnis. Bei uns können unsere "Kanaaniter" auch Vorteile bringen. Wenn ich mich beleidige, rede ich nicht, ich erwarte, dass der andere sich entschuldigt, ich sehe mich gerecht, eventuell suche ich und habe Menschen, die mir beistehen und mich bemitleiden. Nein, die Kanaaniter müssen vollständig aus unserem Leben ausgerottet werden und wir dürfen keinen Vorteil von ihnen herausholen, damit unsere Seelen rein bleiben und wir keine Hindernisse in unserer Beziehung zu Gott haben.

Bekennen

Bekennen heißt gestehen, das Problem zugeben und einräumen.

Beten

Beten um den Sieg. Beten für Beleidiger. Für sich beten lassen. Für die beten, die einem Unrecht angetan haben oder auch für die, die man beleidigt hat. "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen." Mt. 5,44.

Sich selbst prüfen

Sich selbst zu prüfen, ist eine sehr gute Übung gerade dann, wenn wir im Kampf gegen die sündhaften Neigungen in uns unterliegen, wenn wir merken, wie stark sie in uns sind… Man stellt sich selber die Frage "Bist du wirklich im Recht? Wie sieht Gott das?" Man versucht mit Jesu Augen zu sehen. Was würde Jesus sagen? Man versucht sich in die andere Person hineinzuversetzen und so kann man den Anderen auch besser verstehen.

Seelsorgegespräch

Ein Gespräch mit einem Seelsorger oder einer vertrauten Person hilft uns und dient dabei auf die eigentlichen Probleme einzugehen und sie zu lösen. Das Ziel der Seelsorge ist aber nicht nur eine innerliche Belastung wegzuräumen. Wir sollen mehr lernen Gott die Ehre zu geben, ihn zu loben und zu preisen und uns zu bemühen, die Gesinnung Gottes zu bekommen. Das Ziel ist geistlich zu reifen, um auch anderen besser helfen zu können.
Wenn wir versuchen auf die Probleme mit Gottes Hilfe richtig einzugehen und sie mit seiner Hilfe zu lösen, haben wir am Ende Sieg und jeder Sieg mit Jesus fördert unser geistliches Wachstum. So müssen die heutigen "Kanaaniter" aus unserer Seele vertrieben werden, damit sie unser Wachstum nicht stören und wir lernen können, unserem Gott mehr Ehre zu geben.
"Wirst du aber auf seine Stimme hören und alles tun, was ich dir sage, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. Ja, mein Engel wird vor dir hergehen und dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hiwitern und Jebusitern, und ich will sie vertilgen." 2.Mose 23,22-23

Erläuterungen:

Kanaaniter dient in der Bibel als Überbegriff für alle diese Bewohner des Landes (1.Mose 24,3; 2.Mose 13,11) und sind die ältesten Bewohner der Region Syriens und Palästinas, des biblischen Landes Kanaan (Teile der Gebiete des heutigen Israel, Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Jordanien). Sie sind die Nachkommen Hams, des verstoßenen Sohn Noahs (1.Mose 9,1): Jebusiter, Amoriter, Girgasiter, Hewiter, Arkiter, Siniter, Arwaditer, Zemariter und Hamatiter.
Siehe www.wikipedia.org, www.bibelkommentare.de

Angelika Hamburg, GG Heilbronn

Verwendete Literatur:
Lexikon zur Bibel (Fritz Rieneker, Ger-hard Maier),
Die Last des Anderen, (Lawrence J. Crabb)