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Der Gedanke, dass Er uns begleitet hat bis ins hohe Alter, macht uns froh
JustineKoch

Seid herzlich gegrüßt im Namen unseres Herrn Jesu, der uns doch so süß ist auszusprechen, und der Gedanke, dass Er uns begleitet hat bis ins hohe Alter, macht uns so froh, beglückt uns und lässt vergessen, was man Schweres hinter sich hat und gibt Vertrauen, in die Zukunft zu blicken.

Wir wissen, dass wir nun den Schritt vor uns haben, den Tod, nach dem wir in die Ewigkeit treten werden. Und da macht uns wieder der Gedanke Mut, dass Jesus bei uns ist und uns zuspricht: "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir". In dem Lied: "Wohlauf, wohlan", sind folgende Worte sehr trostvoll: "Dein Kreuz, Dein Grab, Dein Auferstehen, Dein Himmelgehn, lässt uns den Himmel offen sehen". Jesus hat für uns den Tod bezwungen, die Erde geweiht, des Grabes Siegel gesprengt, den Himmel geöffnet und aus dem Sieg über den Teufel einen Triumph gemacht für Seine Nachfolger. Darum wollen wir ohne Bangen auf unseren Heimgang warten, denn Jesus wartet auf uns, um uns zu empfangen.

Mich ergreift ein heiliger Schauer bei diesen Gedanken, sich den Augenblick zu vergegenwärtigen, wenn uns sich der Himmel auftut und wir Jesum sehen werden. Er möge uns dazu helfen, Ihm treu zu bleiben und es nicht leicht zu nehmen. Ja auch diese Gedanken sind nötig, weil wir Menschen eine ewiglebende Seele besitzen, müssen wir auch mit der Ewigkeit im Herz leben, sodass wir mit dem Lied sagen können:

"O nein, denn ich kenne den Heiland so gut,
Er ist ja auf Erden schon mein!
Und geh in den Himmel ich ein durch sein Blut,
so werd´ ich kein Fremdling dort sein".

Justine Koch, Holzhausen, 05.06.1998

Zeugnisse vom Schwester Justine Koch, die in der Zeitschrift
"Erwählter Fremdling" aufgenommen wurden

Sonne in meinem Leben

Wie köstlich ist es, wenn man mitten in den Schwierigkeiten des Lebens immer einen festen Halt hat, und wenn man immer die Hilfe des Herrn sehen kann. Wer erleuchtete Augen hat, der kann immer die Spuren des lebendigen Gottes in seinem Leben sehen, und hat natürlich immer viel zu danken, er sieht immer mehr Sonne in seinem Leben als Schatten, mehr Freude als Leiden. Wenn ich nun ein schönes Leben hinter mir hätte (ich meine im irdischen Sinne), da möchte wohl manches schwer geprüfte Herz denken, du hast gut reden. Doch weil Ihr mich kennt, werdet Ihr mir glauben, daß mein Leben äußerlich wie ein trübes, wellenschlagendes Meer war. doch es ist übersät rillt lauter grünen, sonnigen Inseln, daß man das Trübe nicht so sehen kann. Diese Sonne, genannt Jesus, leuchtet in meinem Herzen und Leben und verschönert alles, macht alles Dunkle hell. Wenn ich mir nun vorstelle, dieses lange Leben wäre ohne Jesus, da schaudert es mich. Und ich habe noch immer erfahren können, daß je schwerer seine Hand auf mir lag, desto fester klammerte ich mich an ihn, und diese Zeiten wurden mir zu den besten Segenszeiten. Natürlich können noch viel schwerere Stürme an dieser Hütte rütteln, bis sie zerfällt, doch er wird durchhelfen. Ihr müsst nicht denken, ich kann von mir aus so schreiben. O nein, niemand weiß von dem heißen Ringen in all den Jahren, da das Herz sich immer in Demut unter die Hand Gottes beugen lernte, denn wir sind an uns selbst nur arme Geschöpfe. Doch gerade in den Schwachen will sich der Herr mächtig erzeigen, wenn sie in Ihm stille werden und ausharren bis ans Ende.

Justina Koch, Holzhausen, EF 12, 1995
Ein Leben mit Jesu! Es war schön und wert.

Liebe Geschwister! Ich begrüße euch in dem Namen des Herrn Jesu Christi, in dessen Liebe wir durch das Band des Friedens verbunden und zu einer Hoffnung berufen sind. Das macht uns froh und glücklich, und wenn wir auch noch Beschwerden an unserer irdischen Hütte haben. Denn wir wissen, daß wir zu etwas Besserem geschaffen sind durch die Erlösung in Jesu Christi die er für uns erworben hat durch sein bitteres Leiden und Sterben. Wie glücklich sind wir, daß wir uns das alles aneignen können, da es persönlich für mich geschehen sei. Ich muß so oft sagen "mein Heiland!". Für jeden hat nun das persönlichen Wert, was ihm gehört. Es ist besonders hoch zu schätzen, Jesus und sein vollbrachtes Werk auf Golgatha sich aneignen zu dürfen. Dort ist alles für mich geschehen: meine Erlösung, meine Reinigung und Erneuerung. Dies alles ist mein Eigentum geworden. Ehre sei Gott dafür! Unser Dank soll auch in Ewigkeit nicht aufhören. Liebe Geschwister, ich habe das Blatt EF Nr. 10 mit Freude und Dank erhalten. Gott möge eure Arbeit segnen, denn es heißt:
"Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergesse euer Werk und die Liebe, die ihr erzeigt habt seinem Namen, daß ihr den Heiligen dientet und noch dient." Hebr. 6, 10.
"Darum meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn." 1. Kor. 15, 58.
Dies ist mein Gruß und Segenswunsch zu eurer weiteren Arbeit, daß ihr immer sehen könnt, daß Gott und sein Segen immer mit euch in eurem Werk ist. Ich bin Gott so dankbar im Rückblick auf meine 71 Jahre: welch gutes Gedächtnis und klaren Verstand mir der Herr trotz meiner beständigen Kopfschmerzen geschenkt hat. Ich fühle mich nicht zurückgesetzt, oder benachteiligt, denn mein Leben hatte und hat einen Sinn. Es war schön und wert ein Leben mit Jesu!
Und es ist schön und wert! Dem Herrn sei die Ehre für alles.

Justina Koch, Holzhausen, EF 11, 1995
Der Gedanke, dass Er uns begleitet hat bis ins hohe Alter, macht uns froh

Seid herzlich gegrüßt im Namen unseres Herrn Jesu, der uns doch so süß ist auszusprechen, und der Gedanke, dass Er uns begleitet hat bis ins hohe Alter, macht uns so froh, beglückt uns und lässt vergessen, was man Schweres hinter sich hat und gibt Vertrauen, in die Zukunft zu blicken. Wir wissen, dass wir nun den Schritt vor uns haben, den Tod, nach dem wir in die Ewigkeit treten werden. Und da macht uns wieder der Gedanke Mut, dass Jesus bei uns ist und uns zuspricht: "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir".
In dem Lied: "Wohlauf, wohlan", sind folgende Worte sehr trostvoll: "Dein Kreuz, Dein Grab, Dein Auferstehen, Dein Himmelgehn, lässt uns den Himmel offen sehn".
Jesus hat für uns den Tod bezwungen, die Erde geweiht, des Grabes Siegel gesprengt, den Himmel geöffnet und aus dem Sieg über den Teufel einen Triumph gemacht für Seine Nachfolger. Darum wollen wir ohne Bangen auf unseren Heimgang warten, denn Jesus wartet auf uns, um uns zu empfangen. Mich ergreift ein heiliger Schauer bei diesen Gedanken, sich den Augenblick zu vergegenwärtigen, wenn uns sich der Himmel auftut und wir Jesum sehen werden. Er möge uns dazu helfen, Ihm treu zu bleiben und es nicht leicht zu nehmen. Ja auch diese Gedanken sind nötig, weil wir Menschen eine ewiglebende Seele besitzen, müssen wir auch mit der Ewigkeit im Herz leben, sodass wir mit dem Lied sagen können: "O nein, denn ich kenne den Heiland so gut, Er ist ja auf Erden schon mein! Und geh in den Himmel ich ein durch sein Blut, so werd‘ ich kein Fremdling dort sein".

Justina Koch, Holzhausen, EF 23, 09.2000
Es sind 62 Jahre, seit sich Jesus mir offenbarte in seiner Liebe

Lobe den Herrn meine Seele und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat!

So möchte auch ich mit David sprechen im Rückblick auf mein vergangenes Leben. Wenn man die 80 überschritten hat, da bleibt nur ein Dank, wenn man gedenkt der Gnade und Güte des Herrn, die man erfahren durfte in so einem langen Leben und kann mit vollen Herzen einstimmen in das Lied: "O wenn ich gedenke der Güte", Nr. 135.
Ich denke, die meisten Leser, die diese Zeilen lesen, wissen, dass ich mit einem Körper zur Welt kam, an dem zeitlebens Schmerzen nagen, und doch musste ich so ein hohes Alter erreichen. Nicht schreibe ich dies, um etwa ein Mitleid zu erregen. Wenn ich hier etwas von meinem Leben schreibe, möchte ich soviel wie möglich die Sonnenseiten erwähnen und die dunklen Seiten wenig berühren. Trotz allem, was ich Schweres durchmachen musste, wie oft ich an den Toren der Ewigkeit zu sein schien, war mein Leben doch hell und schön, die Welt mit allen Versuchungen blieben mir fern.
Schon in früher Jugend lernte ich das wahre Glück kennen, das man in Jesus, in der Erlösung durch sein Blut, findet. In früher Kindheit wurde uns vom Haus Gottesfurcht eingepflanzt. Doch dann, als ich älter wurde, durch das Lesen guter Bücher, erkannte ich, dass dies nicht ausreichte, sondern dass man ein lebendiges Glaubensleben haben muss. Fast alle wissen, welch finstere Zeit es damals in Russland war. Mit niemandem konnte ich darüber sprechen, über das Suchen und Verlangen meines Herzens. Ich will schweigen von den heißen Kämpfen, Tränen, schlaflosen Nachtstunden, von den Anläufen Satans - der ja, je ernster wir es meinen, sich um so heftiger wehrt. Doch wie es zum Siege kam, das möchte ich schreiben. "Den Aufrichtigen lässt Gott es gelingen" und "die mich frühe suchen, werden mich finden", spricht die Weisheit Gottes. Nun kommt das Große, das Schöne. Er ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft ihnen. Es war den 29. März 1941 noch in meinem Geburtsdorf Rosenberg in Kaukasus. Wie immer lag ich allein, die Eltern auf der Arbeit. Die kleine Schwester, die mir nun schon 19,5 Jahre die Mutter ersetzte, musste mich dort schon bedienen. Ich lag wie immer und las die Bibel. Nach der Bibel las ich das Lied im ev. Gesangsbuch: "Wie schön leuchtet uns der Morgenstern". Als ich den dritten Vers las, den ich hier wiedergebe:

Gieß sehr tief in mein Herz hinein,
Du Gotteslicht und Himmelsschein,
Die Flamme Deiner Liebe!
Und stärk mich, dass ich ewig bleib,
O Herr, ein Glied an Deinem Leib.
In frischem Lebenstriebe!
Nach dir wallt mir mein Gemüte, Ew’ge Güte,
Bis es findet Dich, des Liebe mich entzündet.

Da durchströmte es mich heiß, und eine jubelnde Freude erfüllte mein Herz, eine Liebe, wie noch nie. Jetzt wusste ich erst, was Liebe heißt. Ich wusste mich geliebt von Gott. Mein Herz wollte Ihm auch in Liebe entgegnen. O welche Seligkeit durchdrang mein ganzes Sein! In wenigen Tagen, den 22. März 2003 sind es 62 Jahre, seit jenem schönen Tage, wo Jesus sich mir offenbarte in seiner Liebe, den ich nie vergessen kann. 62 Jahre! Viel ist seither über mich hergebraust. Manche Tiefen und Höhen, Stürme rüttelten an der morschen Hütte. Wellen bewegten das Herz oben, doch im tiefsten Herzensgrund ist die Geborgenheit, die Stille, dass ich wie David sagen möchte: "Fürwahr meine Seele ist still und ruhig geworden, wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir." Oftmals kommen schwere Proben, - niemand ist davon frei - wenn ich dann im heißen Ringen mit Gott bin, überkommt mich dann so eine Ruhe, ein Friede. Darin weiß ich, Gott hat sein Amen gesagt, wenn auch die Hilfe nicht gleich kommt. Immer aufseh’n auf Jesum. Als die Jünger auf dem Berg der Verklärung die dunkle Wolke überschattete, da erschraken sie. Als sie aber ihre Augen aufmachten, sahen sie Jesum allein. So soll es auch bei uns sein. Noch eine Bitte, niemand denke beim Lesen dieser Zeilen an mich, nur an Jesus, der sich so herablässt zu solch armen Geschöpf. Und ich möchte das Schöne, das Herrliche, das ich in meinem Leben mit Jesus erleben durfte, für nichts umtauschen, wenn es auch Tränenbrot und Tränentrank gab. Er hat mir so viele gute Herzen auf meinem dornigen Lebensweg geschenkt, offene Herzen, offene Hände, welche die Dornen in Rosen verwandelten, verbunden in der Liebe Christi, der selbst die Liebe ist, der mein Leben schön und wertvoll gemacht hat, sein allergeringstes Kind, so arm von sich, so reich in der Fülle seiner Gnad. Alles Gnade! Soll etwas über meinem Leben stehen, dann: "Das Los ist mir gefallen aufs Lieblichste, mir ist ein schönes Erbteil geworden.
Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich."
Halleluja! Ihm allein die Ehre für alles!

EF Nr. 27, April 2003 Justine Koch, Sulz / Holzhausen