banner
 :::Home Gemeinde Gottes Vorbilder Predigten Über uns Fotoalbum Impressum
Zeugnisse vom Bruder Robert Doberstein, die in der Zeitschrift
"Erwählter Fremdling" in den Jahren 1992 aufgenommen wurden
Br.Doberstein
Hausversammlung in Gemeinde Gottes Heilbronn / Familie Kukshaus 1992

Bin noch in meinem Alter schön gesund am inneren und äußeren Menschen, habe Ursache täglich Gott für alles zu danken. Ich wünsche euch allen Gottes Segen zu dem neu unternommenen Werk (Ausgabe von "Erwählten Fremdling"), dass ihr ausgerüstet seid, wie einst Bezaleel ausgerüstet war:

"und habe ihn ausgerüstet mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und allerlei Geschicklichkeit segensreich zu arbeiten"
2 Mose 31, 3.

Robert Doberstein, 83, EF Nr. 2, Januar 1992

Zu uns nach Kamenka kam zu Gast Bruder Johann Barbula. Es war im Jahre 1957. Er kam mit dem Fahrrad vom nächsten Dorf Perwomaika, daß 25 km von uns entfernt war. Er war damals 79 Jahre alt. Nach einer gesegneten Versammlung kam er zu uns nach Hause. Mein Schwiegervater, Eduard Schmidke, zu jener Zeit 78 Jahre alt und lag im Bett. Er hatte eine offene Wunde auf dem Bein unter dem Knie:
Die Wunde war eine Hand breit, ca. 30 cm lang und vertieft im Fleisch. Er hatte dieses Leiden 30 Jahre lang. Nach der Begrüßung sagte er: "Bruder Johann, du bist so weit gefahren und ich kann nicht mehr in den Hof in die Sonne gehen."
- Was wünschest du dir? Fragte ihn Bruder Johann.
- Ich möchte bisschen gesünder sein, dass ich hinaus gehen kann.
- Glaubst du, wenn wir beten werden, dass der Herr dich heilt?
- Ja, Bruder Johann. Wenn du betest, kann der Herr gut helfen.

Da brachte die Schwester Wolf ein Gläschen Öl, das noch von Bruder Wilhelm Ebel ihr gegeben wurde. Der Schwiegervater wünschte, dass Bruder Johann ihm die Wunde salben sollte. Bruder Johann sagte: bei Krankenheilungen salbt man die Stirn, aber wenn du wünschest, dass ich dir die Wunde salbe, salbe ich die Wunde.
Danach legte Bruder Barbula seine Hände auf das Haupt vom Schwiegervater und betete ein Gebet des Glaubens. Dann habe ich die Wunde verbunden, wie ich es immer getan habe. Bald schlief der Schwiegervater ein. Bruder Barbula übergab mir das Öl von Bruder Ebel. Den nächsten Morgen ging ich die Wunde verbinden. Der Vater schlief noch. Die Binde war aber nicht wie gewöhnlich. sie war gelockert und bisschen runtergerutscht. Als ich die Binde losmachte, sah ich mit großem Erstaunen die Wunde an. Sie war mit einer papierdicken Haut überzogen. Ich rief laut:
- Vater, der Herr hat die Wunde geheilt.
- Kind. was sagst du? Ich fühle ja keine Schmerzen! Auch das Jucken an der Fußsohle ist verschwunden. Gelobt sei Gott!

Danach konnte er in den Hof rausgehen. Die Wunde wurde völlig geheilt und füllte sich allmählich mit Fleisch. Nach einem Jahr ist er aber an einer anderen Krankheit gestorben.

Robert Doberstein, EF Nr. 3, März 1992
Wer ist dein Gott?
Br.Doberstein
Hausversammlung in Gemeinde Gottes Heilbronn / Familie Kukshaus 1992

Als wir noch in Kamenka wohnten erkrankte meine Frau Ihr Ann war aufgeschwollen und hatte eine braune Farbe. Zum Mittag kam ich von der Arbeit nach Hause und die Frau bat um Heilung für mich zu beten. Ich rief einen Bruder und wir haben für sie gebetet. Nach dem Gebet gab uns der Bruder einen Rat, was bei solchen Erkrankunken helfen könnte. Man soll die kranke Stelle mit frischem Schweinemist umlegen. Diesen Rat befolgten wir und ich ging zur Arbeit. Als ich die Arbeit begann, erinnerte mich der Geist des Herrn an unser Tun. Welchem Gott glaubst und vertraust du? Ich tat unter Tränen Buße und bet meinen lieben Heiland um Vergebung.

Als ich nach der Arbeit wieder zu Hause war, fragte ich meine Frau: Wie ist es mit deinem Arm? Sie sagte: die Schmerzen sind fast nicht zum Aushalten und der Arm war rot und bis zur Schulter geschwollen. Ich fragte sie: Was haben wir getan? Welchem Gott wollen wir jetzt vertrauen?
Wir baten beide Gott um Vergebung. Danach rief ich einen anderen Bruder. Wir beteten im Glauben den Gott Abrahams und Jakobs an. Und Gott erhörte unser Gebet. Die Schmerzen gaben nach und der Arm wurde besser. Dem ewigen und großen Gott sei alle Ehre und Anbetung gebracht, dass er noch Wunder tut und Gebete erhört.

Amen.

Doberstein, EF Nr. 6, November 1992
... der Dorfsleiter hat das Fasten verboten ...

In Kamenka, Kasachstan, wurde ein Mädchen krank. Es hieß Sina IIjina und war etwa 8 Jahre alt. An einer Stelle im Hinterkopf wurde regelmäßig Eiter abgeholt. Diese Behandlung führte zu Nebenwirkungen. Ein Bein fing zu trocknen und es ging so weit, daß die Ärzte sich entschlossen haben, das ganze Bein zu amputieren. Sinas Mutter war gläubig. Ihr Vater kam abends vor der Operation ins Krankenhaus und sprach mit seiner Frau. Die Frau sagte zu ihm, gehe heute Abend noch zu Bruder Doberstein und gib ihm diesen Zettel. Ihm Zettel bat sie für das Kind zu beten. Das Krankenhaus war in Zelinograd und der Mann mußte noch zurück nach Kamenka. Er gab mir den Zettel kurz vor elf Uhr abends. Zu jener Zeit, und das war in den sechziger Jahren, haben wir oft für Kranke gebetet und der Herr hat geholfen.
Wir haben in Krankenfällen gefastet und gebetet. Da die Arbeit im Dorf schon früh am Morgen began, haben wir beim Fasten bis sechs Uhr abends nichts gegessen und nichts getrunken.
Der Dorfsleiter hat das Fasten verboten. Trotzdem fanden sich willige Herzen, die immer bereit waren zu fasten und zu beten. Das waren Hausfrauen: die Schwestern Irma Grötzinger, Sara Bitschinski und Frieda Rössler. Sie hatten kleine Kinder und waren voll mit Haus, Stall, Hof und Garten beschäftigt. Sie haben sich gern an den Nöten der Bedürftigen beteiligt. In diesem Fall war keine Zeit fürs Fasten auch keine Möglichkeit nach Zelinograd zu fahren und das Mädchen mit Salbung zu behandeln, siehe Jakobi 5. 14.

Was wir konnten, das war beten und das haben wir getan. Diese drei Schwestern, die Brüder Günter und Domke, ich und meine Frau haben innjg den Herrn gebeten, das Kind' zu heilen. Für Ihn ist ja kein Ding unmöglich. Wir haben gebetet nacheinander, etwa ab elf Uhr bis halb zwöllf. Nach dem wir das Gebet abgeschlossen haben, etwa um halb zwölf, fühlte das Kind Jucken im Bein. Es bat die Mutter das Bein zu reiben. Bald fühlte es um ganzes Bein Leben. Preis dem Herrn! Als dises Wunder geschehen ist, fing die Mutter an laut den Herrn zu loben. Die Nachtschwester kam hinzu und fragte, was da los sei. Die Mutter sagte: Siehe, das trockene Bein ist wieder lebendig geworden. Am Morgen kamen die Ärzte und untersuchten das Bein mit Nadeln und verwunderten sich über das Geschehene und befragten einander, ob jemand so etwas schon gesehen hat? Die Mutter, das Kind und die ganze Gemeinde lobten und priesen Gott. Da das Kind heim entlassen wurde, mußte die Dorfkrankenschwester noch das Loch im Hinterkopf behandeln. Sie verweigerte das und sagte, es muß vom Arzt behandelt werden. Aber Sinas Mutter, voll Glaubens, sagte: der Herr hat das trockene Bein lebendig gemacht. Er wird auch diese Wunde heilen, die Krankenschwester soll nur die Wunde verbinden. Preiß dem Herrn! Er hat auch hier geholfen, so dass die Wunde in einer Woche verheilte.

Robert Doberstein, EF Nr. 8, 1993